Glockenstube Nikolaikirche Felsberg mit vier von fünf Glocken, der von 1513, der von 1709 und zweien von 1987

Läuteordnung der Nikolaikirche Felsberg

Die Nikolaikirche Felsberg besitzt 5 Glocken. Die älteste und zweitgrößte wurde 1513 gegossen, die größte 1709. Die drei kleinen sind das neu durch die Glockengießerei Rincker, Sinn, gegossene Geläut von 1987. Seit diesem Glockenguss wird in Felsberg liturgisch geläutet.

Die Glocken erklingen von der größten bis zur kleinsten in den Tönen e’, a’, h’, c’’ und d’’.

Läuten mehrere Glocken gemeinsam, so beginnt immer die Glocke mit dem höchsten Ton, im Abstand von 15 Sekunden folgt die nächst tiefere, usw., und in umgekehrter Reihen­folge und in gleichem Abstand verklingen sie wieder. Liturgisch wird lieber oft, aber kurz (5 Minuten) und manchmal noch kürzer geläutet, und vor allem variabel mit verschiedenen Glocken je nach dem Charakter der Kirchenzeit und keinesfalls immer mit dem Plenum von allen fünf Glocken. Das Plenum ist hohen Feiertagen vorbehalten.

Die Gottesdiensteinladungen in Form von Geläut bestehen aus Vorläuten (eine halbe Stunde vor Beginn …), aus Hauptläuten (5 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes) und an besonderen und hohen Feiertagen auch aus dem Ausgangsgeläut für den Heimweg der Gottesdienstbe­sucher. Da jedes Geläut zu einem bestimmten Sonntag gehört, sind sie alle beide, bzw. alle drei (mit Ausgangsgeläut) gleich klingend. Dasselbe gilt auch zum Einläuten des Sonntags am Sonnabend um 17 Uhr.

Auf der großen Glocke e’ erklingen durch Hammerschlag die sogenannten Gebetsschläge nach jedem Tageszeitengeläut, dessen Sinn ja "Einladung zum Gebet ist" und zu jeder Bitte des Vaterunsers in den Gottesdiensten. Dadurch wird der Zeitpunkt des Gebets des Herrn nach außen getragen und lädt damit zum Mitbeten ein. 

Tagesgeläut:

Morgen- und Schulglocke: c’’,

7:15 Uhr (Viele SchülerInnen sind gerade unterwegs zur Drei-Burgen-Schule Felsberg) für 2 Minuten + 3 x 3 Gebetsschläge.

Mittagsglocke: h’ ,

11:00 Uhr für 2 Minuten + 3 x 3 Gebetsschläge.

Abendglocke: a’,

18:00 Uhr für 2 Minuten + 3 x 3 Gebetsschläge.

Da das Tagesgeläut eine Gebetsbegleitung für die Wochentage ist, schweigt es an allen Feiertagen, auch staatlichen und römisch-katholischen. Da Sonnabends um 17:00 Uhr der Sonntag eingeläutet wird, schweigt logischerweise an den Sonnabenden bereits die Abendglocke um 18:00 Uhr.

 

Die Geläute des Kirchenjahres:


Adventszeit

Wochenandachten im Advent: d’’, h’

Sonntage im Advent: c’’, h’, a’

 

Weihnachtszeit

Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage: d’’, c’’, h’, a’, e’

Sonntage der Weihnachtszeit mit Jahresschluss- und/oder Neujahrsgottesdienst: d’’, h’, a’, e’

Jahreswechsel: 6. bis letzte Minute im Altjahr (Ausläuten des Altjahrs): e’, es folgt um 23:59 Uhr 1 Minute Stille, 0:01 Uhr (Neujahrsgeläut, genau um 00:00 Uhr schlägt die Turmuhr die Mitternachtsstunde an): d’’, c’’, h’, a’, e’ (Ausnahmsweise mal 10 Minu­ten, es herrscht ja sowie so viel Lautstärke am Nachthimmel).

 

Epiphaniaszeit

1. und letzter Sonntag der Epiphaniaszeit: d’’, c’’, h’, a’, e’

Alle Epiphaniassonntage dazwischen: c’’, h’, a’

 

3 Sonntage vor der Passionzeit: d’’, h’, e’

 

Passionszeit

Sonntage der Passionszeit, außer Lätare: h’, a’, e’

Lätare: h’, a’

Wochenandachten in der Passionszeit: c’’, a’

Gründonnerstag: d’’, c’’, e’

Karfreitag: e’

Karsonnabend: alle Glocken schweigen seit dem Ausklang des Karfreitagsgottesdienstes, selbstverständlich auch das Tageszeitengeläut.

 

Osterzeit

Osterfeiertage und Konfirmationssonntag: d’’, c’’, h’, a’, e’

Sonntage nach Ostern und Himmelfahrt: d’’, h’, a’, e’

 

Pfingstzeit

Beide Pfingstfeiertage: d’’, c’’, h’, a’, e’

 

Trinitatiszeit

Trinitatissonntag: d’’, c’’, h’, a’

Alle Sonntage nach Trinitatis: d’’, c’’, h’, e’

Erntedankfest, Reformationsfest und besondere Feiertage zwischendurch, wie z. B. Goldene Konfirmation: d’’, c’’, h’, a’, e’

 

Ende des Kirchenjahres

Drittletzter und vorletzter Sonntag im Kirchenjahr wie die Sonntage nach Trinitatis: d’’, c’’, h’, e’

Andachten in der Fürbittengebetswoche: c’’, a’

Buß- und Bettag: e’

Toten- und Ewigkeitssonntag: d’’, c’’, h’, a’, e’

Während des Entschlafenengedächtnisses im Gottesdienst: d’’, h’, a’

 

Weitere Extrageläute

während aller Einsegnungen und Taufen im Gottesdienst: d’’, c’’, h’

Hochzeitsgottesdienste (Ausgangsgeläut möglich): d’’, c’’, a’, e’

Trauergottesdienste

            Zeichenglocke morgens, 7 Uhr: 3 Minuten: e’

            Geleit zum Friedhof, 20 Minuten vor Beginn: c’’, h’, e’’

(während des Gangs zum Grab läutet jemand von Hand, meistens konfirmierte Jugendliche, die Friedhofsglocke des Glockentürmchens auf dem Friedhof, (früher Hospitalsglöckchen)

Schul- und sonstige Wochentagsgottesdienste: c’’, a’, e’

 

 

 

 

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