Diamantene Konfirmation in Felsberg

Diamantene Konfirmation 60 Jahre nach der Einsegnung


Mit einem Festgottesdienst in der Nikolaikirche feierten 16 Felsbergerinnen und Felsberger der Jahrgänge 1940 bis 1943 die Diamantene Konfirmation. Das Lied „Bis hierher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte” war Thema der Festpredigt, in der Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier das Leben der Konfirmanden vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte in 75 Jahren beleuchtete.

32 Konfirmanden waren am 31. März 1957 von Pfarrer Otto Brand erstmals eingesegnet worden. 14 Klassenkameraden sind bereits verstorben. Seit der Silbernen Konfirmation werden auch die katholischen Christen zum Abendmahl in der Nikolaikirche eingeladen. Die Festgäste waren unter anderem aus der Schweiz und der Fränkischen Alb abgereist. Von den damaligen Lehrern lebt nur noch der heute 90-jährige Wilhelm Södler, berichtete Organisator Lothar Hindenburg. (m.s.)

 

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Eine wunderschöne Zeit

Eine bedeutende Note verliehen

Kirchen-Projektchor Felsberg verabschiedet Leiter Manfred Muche

Felsberg/Böddiger. Gesang, viel Applaus und Dank: Nach einem Konzert in der voll besetzten Friedenskirche Böddiger wurde der Leiter der Kirchen-Projektchores der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger, Kantor Manfred Günther Muche, verabschiedet.

Nach Gospels, Volksliedern und Musicals gab es lang anhaltenden Beifall für den Chor und Muche. Er hatte den Chor seit 2010 geleitet und ging nun auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. Als Organist bleibt er der Kirchengemeinde weiter erhalten.

Muche habe die Sängerinnen und Sänger mit großer Leidenschaft unterrichtet, sagte namens des Chores Karin Maikranz. Auch wenn hin und wieder zu Recht ein Machtwort gesprochen worden sei, sei es „eine wunderschöne Zeit” gewesen. Sie schenkte Muche ein Foto mit allen Chormitgliedern vor der Friedenskirche.

Muche habe den Kirchen-Projektchor „zu einem Klangkörper gebildet und geformt und auf hohem gesanglichem Niveau und großer sängerischer Kultur erhalten”. Das sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier namens der Kirchengemeinde. Muche habe dem kirchenmusikalischen Profil im Leben der Gemeinde „eine bedeutende Note verliehen und nachhaltige Pflege angedeihen lassen”, heißt es in der Urkunde. Muche habe dieses Amt als Musiker und Mensch mit großem Elan und Engagement in musikalischer Professionalität und künstlerischer Kompetenz, mit Sachverstand und Liebe „reif und erfahren ausgestaltet und dies zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gemeinde auch darüber hinaus in der Region geprägt”, formulierte der Pfarrer.

Er habe sein Amt bewusst abgegeben, um einem jüngeren Chorleiter Platz zu machen, sagte Muche. Es sei ein intakter Chor, und dies sei eine gute Perspektive für die Nachfolge. „Es hat Spaß gemacht und gut funktioniert”, sagte er zu seiner Tätigkeit: „Danke für eine schöne Zeit und alles Gute für die neue Zeit.”

 

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Mit viel Kraft und Herzblut
Wie zu Luthers Zeiten
Martin Luther auf der Spur
Viel Lob für das Jungschar-Hüttendorf in Röhrenfurth

 

Das Thema

Unter dem Motto „Martin Luther auf der Spur – kreativ den Reformator begreifen” haben 130 Kinder, Jugendliche und Konfirmanden der Evangelischen Jugend Melsungen-Land in Röhrenfurth ein mittelalterliches Hüttendorf gebaut. Das Luther-Dorf bleibt nach Angaben des Initiators, Hans-Günter Späth, stehen.

Von Manfred Schaake

Röhrenfurth. Dieser vorbildliche Einsatz der 130 Kinder, Jugendlichen und Konfirmanden hat sich gelohnt. Für das gelungene Martin-Luther-Hüttendorf auf einer Wiese bei Röhrenfurth gab es beim Einweihungsfest viel Lob und Anerkennung – von Pfarrern, den Eltern und der Vertreterin der Stadt Melsungen. Sechs Wochen lang hatten die jungen Christen aus Kehrenbach, Kirchhof, Obermelsungen, Melsungen, Schwarzenberg und Röhrenfurth mit Teamern der Evangelischen Jugend Melsungen-Land aus Balken, Brettern und Latten zehn Hütten und eine Kirche gebaut. Über 300 Gäste kamen zum Einweihungsfest.

„Mit diesem coolen Luther-Dorf und der beeindruckenden Kirche hat die Jungschar Melsungen-Land ein neues Zuhause gefunden.” Das sagte der Initiator und Leiter des Projekts, Diplom-Religionspädagoge Hans-Günter Späth. Er sei glücklich, dankbar und froh, und rückblickend auf Martin Luthers Erfahrungen könne er bestätigen: „Die Hilfe Gottes ist der weite Raum, der uns frei und fröhlich macht.”

Unter dem Motto „Martin Luther auf der Spur – kreativ den Reformator begreifen” entdeckten die jungen Christen, wie das Wirken Martin Luthers (1483-1546) das Leben und den Glauben im Mittelalter verändert haben.

Mit dem Luther-Dorf, betonte Späth, erfülle sich sein Traum, einen Ort für Kinder und Jugendliche zu schaffen, „der ihnen gut tut”. Diese Traum habe sich nur mit Hilfe von Verbündeten verwirklicht: „Luthers Verbündeter hieß Friedrich der Weise, und mein Verbündeter heißt Helmut der Allzweckhammer.” Damit meinte er den Malermeister Helmut Helmke aus Röhrenfurth, der sich auch als guter Zimmermann und Schreiner erwies. Als Dank für seine über 50 Arbeitsstunden erhielt er einen Zimmermannshammer.

„Was für eine Mühe, was für ein Projekt”, sagte Pfarrer Dr. Sugurd Sadowski zu dem mittelalterlichen Hüttendorf. Herzlichen Dank sagte er den jungen Christen „für viel Kraft und Herzblut”, allen Spendern und der Stadt Melsungen. Eine Burg, ein Haus für die Kinder, eine Hütte für Luthers Frau Katharina von Bora, ein Lutherhaus („Schöner als das in Melsungen”) ein Künstlerhaus, eine Schmiede, eine Kneipe, eine Bibelhütte und eine Kirche – das sei alles wie zu Luthers Zeiten. Als Dank bekam jeder Hüttenbauer von „Günni” Späth einen kleinen Zollstock. Pfarrer Sadowski sagte in diesem Zusammenhang, nicht Zentimeter und Meter seien Gottes Maßeinheiten, sondern Liebe und Barmherzigkeit. Diese Maßeinheiten bestimmten unser Leben und das unserer Mitmenschen.  Und durch sie gewinne man auch einen anderen Blick auf das Leben. WEITERER BERICHT

 

2017 Gottesdienst im Luther-Dorf

Vom mittelalterlichen Luther-Hüttendorf begeistert ist auch Röhrenfurths Pfarrer Henning Meinecke. „So ein lebendiges Dorf – das ist Klasse”, meinte er. Und als er mit seinen Konfirmanden über Luthers Leben, Werk und Wirkung sprach, schlug er vor, zum 500. Reformationsjubiläum im nächsten Jahr in der Hütten-Kirche Gottesdienst zu feiern. Da gab es spontan viel Zustimmung.

Im Hüttendorf soll weiter Leben herrschen. „Das schönste Geschenk ist, dass das Hüttendorf stehen bleiben darf”, sagte Initiator Hans-Günter Späth gegenüber der HNA. Dies habe die Stadt Melsungen als Grundstückseigentümerin zugesagt.

„Wir werden unser Hüttendorf pflegen”, versprach Späth. Dabei helfen wird ihm Helmut Helmke. Dessen Enkel Mattis (15) hat zugesagt, zu mähen: „Das macht man doch gern.” Mit seinem Bruder Till (11) engagiert sich Mattis schon seit Jahren in der Jungschar. Und beim Hämmern und Sägen ist in den sechs Wochen allen Bauleuten ihr Hüttendorf ans Herz gewachsen. „Toll, wie viel Arbeit die Kinder reingesteckt haben, es ist wunderschön geworden”, meinte eine Röhrenfurther Kirchenvorsteherin. (m.s.)

 

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Lektor Norbert Martin seit 35 Jahren ehrenamtlich auf der Kanzel

Das Thema

Norbert Martin (62) aus Felsberg gehört zu den dienstältesten Lektoren in den Kirchenkreisen Melsungen und Fritzlar-Homberg. Seit 35 Jahren verkündet er ehrenamtlich Gottes Wort. Ostern wurde sein Ehrenamt in Gottesdiensten in Felsberg und Böddiger gewürdigt.

Von Manfred Schaake

Felsberg. Nach 35 Jahren Ehrenamt im Dienst der evangelischen Kirche fällt die Bilanz von Norbert Martin positiv aus. „Die Verkündung von Gottes Wort sind Dreh- und Angelpunkt für meinen Dienst”, sagt der 62-jährige Verwaltungsangestellte der Landwirtschaftlichen Krankenkasse. In 35 Jahren hat Martin als Lektor – siehe Stichwort – 1750  Gottesdienste gehalten. Nicht nur in seiner heimischen Nikolaikirche in Felsberg, sondern auch in Böddiger, in Ober- und Niederbeisheim, Rengshausen, Niedermöllrich, Lohre, Niedervorschütz, Brunslar, Wolfershausen und Deute, in Lendorf und Singlis, Harle, Rhünda, Hesserode, Unshausen, Hebel, Gensungen, Beuern, Heßlar, Melgershausen, Ostheim, Mosheim, Sipperhausen und im Seniorenheim Sankt Valentin in Felsberg.

Als Vertreter des Pfarrers und der Pfarrerin sind Lektoren unentbehrlich. Und Martin hat oft genug erlebt, dass er – im Notfall immer erreichbar – auch zusätzlich einspringen musste. Weil der Pfarrer plötzlich erkrankte oder gestürzt war.

Norbert Martin, verheiratet und Vater einer Tochter, kommt in den 35 Jahren auf 5250 Stunden Ehrenamt. Und selbst wenn sonntags nur zwei Bürger und ein Konfirmand kommen, fällt der Gottesdienst nicht aus. In diesem Fall gab es Gottes Segen zu viert. Waren es weniger als zehn Besucher, hat man sich auf Stühle rund um den Altar gesetzt. In solch einem Fall, sagt Martin, fühlt man sich erst einmal verlassen, „dann aber fühlt man sich wie in einer kleinen Gruppe, einer Gemeinschaft”.

Anfangs sei man über schlechte Besucherzahlen frustriert, gibt Martin zu, „aber es hilft ja nichts, niemand wird nach Hause geschickt. Den Kopf in den Sand stecken wegen geringer Besucher – das gibt es nicht”.

Angefangen hat alles unter Pfarrer Karl-Werner Brauer, der von 1969 bis 1974 Seelsorger in Felsberg war. Martin wohnte in der alten Oberförsterei neben dem Pfarrhaus, und Brauer bat ihn, den Buß- und Bettagsgottesdienst mitzugestalten. Martin übernahm die Lesung und die Liturgie. Dann ruhte alles. Als die Landeskirche später Lektoren suchte, bewarb er sich. Dauerte die Ausbildung damals vier Wochen, ist es heute ein Jahr.

Beim ersten Gottesdienst in Felsberg hatte er Lampenfieber, „aber das gibt sich dann”. Heute ist er zufrieden: „Ich habe vielen Menschen etwas mitgegeben für den Lebensweg. Die Menschen sind sehr dankbar und fragen, wann kommen Sie wieder?” Und auch sehr gut besuchte Gottesdienste – wie beispielsweise Weihnachten - sind für Martin Motivation genug, weiterzumachen. Im April wird er 63 und tritt in den Ruhestand. Dann hat er noch mehr Zeit für die Hobbys Garten, Seelsorge und Singen bei der Liedertafel 1844, der er mehr als 40 Jahre treu ist. Seit 1983 gehört Martin dem Felsberger Kirchenvorstand an. WEITERE BERICHTE

 

Keine Zeit für das Geläut – Küsterin muss die Kartoffeln aufsetzen

Es gab Sonntage, da musste sich Norbert Martin nicht nur um den Gottesdienst, sondern auch noch um das Drumherum kümmern. Einmal sagte die Küsterin zu ihm, er müsse das elektrisch gesteuerte Glockengeläut abschalten. Sie müsse jetzt nach Hause und die Kartoffeln aufsetzen. Aber auch als Türöffner musste sich Martin betätigen. Als er zum Gottesdienst kam, warteten zwölf Christen vor der verschlossenen Tür. Der Küster hatte die Uhrzeit vergessen, und Martin musste bei einem Kirchenvorsteher erst den Schlüssel besorgen... (m.s.)

 

Stichwort Lektor

Lektor kommt aus dem Lateinischen Lector – Leser oder Vorleser. Auf die evangelische Kirche bezogen ist ein Lektor laut Wikipedia ein „Laie mit theologischer Grundbefähigung, der an der öffentlichen Wortverkündung beteiligt ist”. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck gibt es nach Angaben des Landeskirchenamtes derzeit 813 Lektorinnen und Lektoren. Der Dienstälteste ist jetzt 81 Jahre alt und seit 1973 im Dienst. (m.s.)

 

Lob und Dank in zwei Gottesdiensten

Das ehrenamtliche Engagement von Lektor Norbert Martin ist am Ostersonntag in zwei Abendmahls-Gottesdiensten gewürdigt worden - in der Friedenskirche in Böddiger und in der Nikolaikirche in Felsberg. Namens des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger überreichte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier die Urkunde. Darin wird Martin für die Treue im Amt der Verkündung des Wortes Gottes Dank und hohe Anerkennung ausgesprochen. Weiter heißt es: „Wir verbinden diesen Dank und diese Anerkennung mit dem freundlichen Wunsch, dass Sie auch weiterhin nach Kräften das gottesdienstliche Geschehen in unseren Gemeinden mit Ihrem Wirken begleiten und tragen. Wir bitten Gott, er möge Sie in der Ausübung Ihres Amtes segnen und Ihnen darin Liebe, Treue und Freude verleihen.”

Pfarrer Schluckebier sprach von einem freudigen Anlass und dankte auch Martins Frau und Tochter für deren Verständnis und Unterstützung.

„Dass Du hoffentlich noch viele Jahre weitermachst und unterstützt” – das wünschte die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Edith Kranz. Sie schenkte dem Hobbygärtner eine Rhododendron-Pflanze. Martin wünschte sich, Gott möge ihm weiterhin die nötige Kraft für das Ehrenamt schenken. (m.s.)

 

 

 

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Gemeinsam gegen Terrorismus

"Es ist eine Tragödie"

Felsberger gedachten beim Adventsmarkt der Terror-Opfer von Paris

Von Manfred Schaake

Felsberg. Zahlreiche Besucher des Felsberger Adventsmarktes sowie der Gottesdienste am Samstag und Sonntag haben der Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht und ihre Nähe mit den Angehörigen der Opfer zum Ausdruck gebracht. Sie trugen sich in ein Kondolenzbuch ein, das in der Nikolaikirche auslag. Bis Weihnachten können sich Bürger nun im Rathaus in das Buch eintragen. Felsberg ist seit 1983 mit der französischen Stadt Vernouillet verschwistert. Bürger, städtische Gremien und Städtepartnerschaftsverein wollen mit den Unterschriften "unsere Solidarität mit unseren französischen Freunden zum Ausdruck bringen", steht in dem Buch.

Während der Eröffnung des Marktes gedachten Bürgermeister Volker Steinmetz und die Besucher  der Opfer des Terroranschlages. In Vernouillet sei zum Glück niemand direkt betroffen. Allerdings kam die Nichte eines Bürgers aus Vernouillet bei dem Attentat ums Leben, berichteten Peter und Regina Wüstemann vom Felsberger Städtepartnerschaftsverein. "Terror und Gewaltherrschaft setzen sich in der Geschichte nie nachhaltig durch. Den längeren Atem habe Friede, Freiheit und Gerechtigkeit. Im Lichte des Evangeliums mögen sie unter Gottes Segen in Glaube, Liebe und Hoffnung unter uns wachsen und reifen." Das schrieb Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier namens des Vorstandes der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger in das Kondolenzbuch.  "Aus diesem Gottesdienst heraus hoffen wir auf eine Besserung des augenblicklichen Elends in unserer europäischen Welt und darüber hinaus", schrieben Dietrich und Renate Bürger.  "Alle Sängerinnen und Sänger des Kirchen-Projektchores seien erschüttert und tief bewegt über die Terroranschläge in Paris, formulierte Elfriede Linne namens des Chores, der im Gottesdienst sang. Das Mitgefühl mit den französischen Freunden verbinde man mit dem Wunsch nach Frieden in der Welt.  "Es ist eine Tragödie, dass 130 junge, hoffnungsvolle Menschen sterben mussten", schrieb Friedel Voß ins Gästebuch. Und Felsbergs Ortsvorsteher Klaus Döll formulierte: "Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Menschen in Paris und Frankreich - gemeinsam gegen den Terrorismus."

 

 

 

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Korsett für die Friedenskirche

Das Thema

Die Instandsetzung der Friedenskirche in Böddiger soll 2017 beginnen. Sie wird nach heutigem Stand etwa 700.00 Euro kosten. Voraussichtliche Bauzeit: drei Jahre. Schon seit über 13 Jahren wartet die Gemeinde auf den Baubeginn.

Von Manfred Schaake

Böddiger. Gute Nachricht für Böddiger: Im Jahre 2017 wird voraussichtlich die dringend notwendige Instandsetzung der Friedenskirche beginnen können. Das habe der Kirchenkreisvorstand Melsungen in Aussicht gestellt. Dies erklärten Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier und Architekt Jürgen Bauer gegenüber der HNA. Die Gemeinde wartet schon seit mehr als 13 Jahren auf den Beginn der Sanierung. Die Instandsetzung des 1799 vollendeten Gotteshauses war immer wieder als dringend bezeichnet worden.

Waren die Kosten bisher auf rund eine halbe Million Euro geschätzt worden, so sind nach neuestem, bisherigen Stand über 700.000 Euro erforderlich. Der Kirchenkreisvorstand hat nach den Worten Schluckebiers angekündigt, die Gemeinde könne ab 2015 berechtigte Hoffnung haben, dass Geld für einen ersten Bauabschnitt ab 2017 zugewiesen werden könne. Derzeit müssten andere größere Bauprojekte im Kirchenkreis vorerst vollendet werden.

Der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger hatte in einer Sitzung Anfang 2012 den anwesenden Dekan des Kirchenkreises Melsungen gebeten, alles zu unternehmen, dass das Bauvorhaben möglichst bald in die Förderung der Landeskirche aufgenommen werde.

Dass die Baukosten gestiegen sind, hängt mit der Diagnose des schwierigen Untergrunds zusammen. Bereits seit 1948 ist in Akten vermerkt, dass es Probleme mit den Setzungen gibt. Nunmehr werden buchstäblich Nägel mit Köpfen gemacht.

- Beim ersten Bauabschnitt werden die Fundamente innen und außen zweit Meter breit und 1,50 Meter tief ausgeschachtet. Etwa 100 Bohrpfähle aus Stahlbeton sollen das Gotteshaus auf feste Füße stellen. Innen und außen werden die Pfähle aus Stahlbeton mit einem Durchmesser von sechs Zentimetern bis zu sechs Meter tief auf den tragfähigen Boden niedergebracht. Über diesen Bohrpfählen werden Stahlbeton-Balken gegossen und mit Stahlstangen verbunden. Dieses Korsett soll die Lasten von Mauern und Dach aufnehmen.

- Der zweite Bauabschnitt umfasst die Sanierung des Dachstuhls und der Mauern. Auch Mörtel-Injektionen sollen das historische Gemäuer sichern. Der Fachwerk-Turm mit seinen drei Glocken muss ebenfalls instandgesetzt werden.

- Die Innenrenovierung ist der dritte und letzte Bauabschnitt. "Das ist der kosmetische Teil", sagt Pfarrer Schluckebier. Architekt Bauer hofft, dass die Arbeiten im Frühjahr 2017 beginnen können. "Über den Daumen" rechnet man - wenn alles gut geht - mit einer Bauzeit von drei Jahren. Darin ist man sich einig: "Wir möchten zügig bauen, denn je länger es dauert, umso größer ist die Gefahr der Kostensteigerung." WEITERE BERICHTE

 

Die Risse sind fast zur Ruhe gekommen

"Die Risse sind wirklich schlimm", hatte die langjährige Küsterin Erika Minhöfer - von 1971 bis 2013 Kirchenvorsteherin - bereits vor drei Jahren gesagt. Hatte man in den vergangenen Jahren mehrfach beklagt, dass die zum Teil daumendicken Risse zunehmen, so gibt es inzwischen Entwarnung. Architekt Bauer: "Es ist keine Gefahr im Verzug, aber die Instandsetzung ist dringend nötig."

Nachdem man vor zwei Jahren den feuchten Baugrund trockengelegt und für einen ordnungsgemäßen Abfluss des Oberflächenwassers gesorgt hatte, sind auch die Risse fast zur Ruhe gekommen. Die Risse - über Monitore beobachtet - haben sich laut Bauer nur noch minimal verändert: "Sie haben sich so weit stabilisiert, dass es nur noch minimale Bewegungen gibt." Deshalb konnte auch das endgültige Sanierungskonzept erarbeitet werden. (m.s.)

 

Schon über 34.00 Euro gespendet

Böddiger. Für die Sanierung der Friedenskirche in Böddiger ist auch ein Teil des so genannten freiwilligen Gemeindebeitrages bestimmt, den die Evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger Jahr für Jahr erbittet. Für die Kirche sind in den vergangenen Jahren 34.120 Euro gespendet worden.

"Dafür sagen wir allen Spendern ein herzliches Dankschön", sagt Kirchenvorsteherin Jutta Kunz aus Böddiger. Diese hohe Spendenbereitschaft beweise, wie sehr sich die Menschen mit ihrer Kirche im Dorf verbunden fühlen. Bei den Weihnachtsmärkten rund um die Kirche, bei Gottesdiensten, Konzerten, Kulturveranstaltungen, Taufen, Hochzeiten, Dorffesten, aber auch bei Trauerfällen und der Aktion "Orgelpfeife Böddiger" oder eben "einfach so" sei viel für die Kirchenrenovierung gespendet worden. Auch von Menschen, die nicht in Böddiger leben. "Für klar überschaubare Projekte ist die Spendenwilligkeit da", sagt Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier. Kamen aus dem freiwilligen Gemeindebeitrag in Felsberg und Böddiger im Jahr 2010 über 4.450 Euro zusammen, so waren es 2011 "nur" 3.110 Euro, 2012 aber 7.530 Euro für die Kirche in Böddiger sowie den Flügelaltar und die Renovierung und Schutzverglasung der Buntglasfenster in der Nikolaikirche in Felsberg. 2013 ergab der Gemeindebeitrag 4.675 Euro, 2014 waren es 4.587 Euro. In diesem Jahr sind es bereits 3.466 Euro.

Seit zwei Jahren wird auch um Spenden für die Jugendarbeit und die energetische Verbesserung des Schwester-Frieda-Kerl-Hauses gebeten, das von vielen Gruppen benutzt wird. Weil der Ratskeller seit nunmehr einem Jahr geschlossen ist, sind unter anderem der TSV Eintracht 1863 Felsberg und die Liedertafel 1844 auf das Kerl-Haus angewiesen. (m.s.)
Kontakt: Pfarramt Felsberg, Telefon 05662/2133. Spenden: Evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger, IBAN: DE90520604100002122103, BIC GENODEF1EK1-Evangelische Bank eG Kassel.

 

Wo wird Gottesdienst gefeiert?

Böddiger. Während der Instandsetzung der Friedenskirche in Böddiger wird das Gotteshaus nicht benutzbar sein. Nach den Worten von Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier wird noch zu klären sein, wann die Kirche professionell ausgeräumt wird und wo die komplette Inneneinrichtung gelagert werden kann. Zu gegebener Zeit müsse der Kirchenvorstand klären, an welchem Ort die Predigtstätte Böddiger gottesdienstlich existieren wird. Das werde zu gegebener Zeit entschieden. (m.s.)

 

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Christus strahlt Frieden aus
Christus als Denkanstoß
Wie kommt ein Kruzifix in eine evangelische Kirche in Felsberg?

Von Manfred Schaake

Das Thema
Ein schlichtes Kreuz ohne den gekreuzigten Jesus Christus - das ist der Klassiker in evangelischen Kirchen. Eine Rarität: In der Nikolaikirche in Felsberg hängt seit 1972 ein Kruzifix - die künstlerische Darstellung des gekreuzigten Christus - über dem Altar.

Felsberg. Für Pfarrer Karl-Werner Brauer (76) ist es eine segnende, Ruhe und Frieden ausstrahlende Figur. So beschreibt er den gekreuzigten Jesus Christus, den der Bildhauer Lorenz Buchner aus Peiting in Oberbayern 1972 für die evangelische Nikolaikirche in Felsberg geschaffen hat. Brauer - von 1969 bis 1974 Seelsorger in Felsberg - ist der einzige noch lebende Zeitzeuge, der die Frage beantworten kann: wie kommt der katholische Christus in die evangelische Kirche von Felsberg? "Wir haben damals die schwindelerregende Summe von über einer Million D-Mark verbaut", sagt Brauer. Ein großer Teil dieses Geldes der Landeskirche floss in die Kirche, in die 1247 erbaute Sankt-Jacobskapelle und ins damalige Hospital Sankt Valentin.

Die kirchliche Bauaufsicht, sagt Brauer, wollte damals eine schlichte, protestantische Predigtkirche. Sie setzte durch, dass der Mittelgang verschwand zugunsten eines kompakten Sitzblicks, in dem die predigthörende Gemeinde beieinander sitzen sollte. Bei der Ausgestaltung des Gotteshauses sollte "kein überflüssiger Zierrat" die Gemeinde beim Hören des gepredigten Wortes ablenken.

Brauer: "Meine Konzeption war anders. Geprägt durch die Familientradition - Pfarrer seit fünf Generationen - war ich aus lutherischer Sicht der Meinung, dass der Kirchenraum dem Besucher etwas sagen soll, auch wenn darin nicht gerade gepredigt wird." Ihm schwebte ein religions- beziehungsweise konfessionskundliches Konzept vor: "Der Besucher sollte beim Betreten der Kirche wahrnehmen, wo wir als protestantische Christen herkommen." Und so seien der siebenarmige Leuchter auf dem Altar und das darüber hängende Kruzifix als ein Ensemble zu sehen. Der Leuchter erinnere an die christliche Herkunft aus dem Judentum, in dem die Jesus-Bewegung als Zwilling des gleichzeitig entstehenden rabbinischen Judentums entstand. Brauer: "Das Kruzifix erinnert an die vorreformatorische Einheit der Kirche. Beide Symbole sollen dem Besucher einen Denkanstoß vermitteln, dass alle Vertreter einer monotheistischen Glaubensrichtung den Impuls, den Wunsch in sich tragen, dass sie alle eins seien (Johannes 17, 21)."

Dieses Ensemble-Konzept, sagt Brauer, besprach er mit dem damaligen Architekten Hans Bauer und Bürgermeister Ernst Schaake: "Ich fand deren Zustimmung. Schaake schlug einen ihm gut bekannten Holzschnitzer im oberbayerischen Peiting vor, der Kirchenvorstand stimmte zu." Brauer erteilte den Auftrag in Peiting persönlich, als er auf der Fahrt in den Urlaub nach Wien war. Mit einem VW-Bus der Familie Steinbach holten Pfarrer, Architekt und Bürgermeister das Kunstwerk nach Felsberg. Mit dabei war der aus dem Bürgerkriegsgebiet Biafra geflohene Student Adele Worgn, den Pfarrer Brauer einige Wochen zuvor wohnungslos und frierend auf der Straße aufgesammelt und für mehrere Monate im Pfarrhaus Felsberg untergebracht hatte. Pfarrer Brauer, der den Bulli steuerte: "Ich werde nie das Bild vergessen, das ich auf der Heimreise im Rückspiegel über Stunden sah: In dicken Decken wohlverpackt das Kruzifix, die gesamte Länge des VW-Busses einnehmend, und rechts und links davon meine drei Mitfahrer, die Köpfe an das weiche Deckenpolster gelehnt."  WEITERER BERICHT

Kurz gefragt
Großer Schutz
und Motivator
Bis ans Ende der Welt

Ein gekreuzigter Jesus Christus ohne das häufig zu sehende schmerzverzerrte Gesicht, ein Christus, der Ruhe und Frieden ausstrahlt. Mit Ernst Friedrich Schluckebier, seit 1. September 2011 Pfarrer in Felsberg und Böddiger, sprach Manfred Schaake.

Passt dieser Christus eines oberbayerischen Schnitzers in unsere Kirche?
Ernst Friedrich Schluckebier: Ja. Grundsätzlich gehört das Kreuz immer in unsere Kirche. Besonders dieses Kreuz mit dem Korpus Jesu Christi erinnert uns daran, dass auch schon vor der Reformation römisch-katholische Christen in dieser einst dem Heiligen Nikolaus geweihten Kirche Gottesdienst unter dem Kreuz gefeiert haben.
Wie war Ihre erste Begegnung mit diesem Jesus Christus?
Schluckebier: Sehr persönlich und intim, weil ich ihm ohne Zeuge begegnet bin und von daher unverstellt Zwiesprache halten konnte, obwohl wir nicht auf Augenhöhe sind.
Wie wirkt dieses Kruzifix auf Sie persönlich?
Schluckebier: Höchst motivierend für meinen Dienst am Altar und auf der Kanzel. Ich erlebe diesen Christus in einer Blickrichtung zur Gemeinde über und hinter mit schwebend als großen Schutz und Motivator. Er ist für mich Aufmunterung in dem, was ich vom Altar her sage und tue.
Sie sagten kürzlich, sie sprechen auch mit ihm. Über was?
Schluckebier: Ich spreche mit ihm über was - das könne sich alle sehr wohl denken und vorstellen. Dies gehört in den Bereich des diskreten Stillschweigens.
Was wird der Inhalt Ihrer Predigt im Gottesdienst am Karfreitag ab 10.45 Uhr sein?
Schluckebier: Unser Weg mit dem Kreuz. Am Karfreitag wird das Kreuz besonders herausgehoben und in den Mittelpunkt des Gottesdienstes gerückt.
Welche Osterbotschaft vermittelt uns das Werk des Peitinger Künstlers?
Schluckebier: Durch den Schwebezustand ist der Christus in der Nikolaikirche außerordentlich präsent und spricht zu uns: Ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Welt. (m.s.)

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Kirche in neuem Licht

Felsberger Gotteshaus jetzt an jedem Samstag und Sonntag angestrahlt.

Felsberg. Die Felsberger Nikolaikirche leuchtet jetzt mit der altehrwürdigen Felsburg um die Wette. Der Kirchturm wird seit dem ersten Advents-Wochenende samstags und sonntags angestrahlt – so wie Felsburg seit nunmehr 51 Jahren.

„Damit nimmt eine unendliche Geschichte jetzt ihr glückliches Ende”, sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier. Über zwei Jahre habe es gedauert von der Idee, die Kirche zu beleuchten, bis zum Einschalten. Den Vorschlag, die evangelische Kirche ins rechte Licht zu rücken, hatte Kirchenvorstandsmitglied Manfred Schaake im August 2012 gemacht. Und immer wieder naschgehakt und sich erfolgreich um Sponsoren bemüht. „Es braucht solche Ideengeber”, sagt Schluckebier.

Mehr als 3000 Euro waren erforderlich, um die Idee zu realisieren. Dank einer Spende des Felsberger Unternehmers Horst Rietschle und Bußgeldzuweisungen vom Gericht konnte das Projekt finanziert werden. Es kam sogar so viel Geld zusammen, dass noch etwas übrig ist, um für die nächsten Jahre den Strom zu bezahlen. Alles wird über die Kirchengemeinde finanziert.

„Dies ist ein Tag der Freude und des Dankes”, sagte Manfred Schaake im Beisein von Pfarrer Schluckebier, Horst Rietschle und Ortsvorsteher Klaus Döll beim Einschalten der Beleuchtung mit einem herzlichen Dank an die Unterstützer. Er freute sich darüber, „dass wir damit unser schönes Gotteshaus auch nach außen hin aufwerten”. Die Beleuchtung sei eine Aufwertung der Altstadt, „die jeden Impuls bitter nötig hat”. Die evangelische Kirchengemeinde sei mit dabei, wie auch die Mitgliedschaft im Förderverein zur Rettung der Synagoge beweise.

„Wahrzeichen der Heimat – seine Erhaltung ist unsere Verpflichtung.” Das steht – in Granit gemeißelt – am Aufgang zum Turm der Felsburg. Auch die geschichtsträchtige Nikolaukirche sei ein ganz wichtiges Stück Heimat, sagte Schaake, ein Treffpunkt der Menschen seit vielen Jahrhunderten.

Vor 51 Jahren sei es die Idee von Bürgermeister Ernst Schaake gewesen, die Felsburg am Wochenende anzustrahlen. Das sei Dank der Unterstützung durch die EAM Felsberg mit ihrem rührigen Betriebsinspektor Hermann Kerl gelungen. Dass man nun auch die Kirche ins rechte Licht rücke – dafür gab es ein herzliches Dankeschön an die, die jetzt dafür gesorgt haben.

 

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Älter werden, beweglich bleiben 

Seit 35 Jahren besteht der ökumenische Seniorenkreis Felsberg 

Felsberg. Älter werden und beweglich bleiben. Unter diesem Motto arbeitet seit nunmehr 35 Jahren der ökumenische Seniorenkreis Felsberg. Er trifft sich jeden Dienstag von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Schwester-Frieda-Kerl-Haus. Dort wurde jetzt der ,,jugendliche Geburtstag” gefeiert, wie es Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier von der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger formulierte. Gemeinsam mit Pfarrer Gerhard Braun von der katholischen Kirchengemeinde Mariä Namen Gensungen gab es während einer Andacht herzliche Glück- und Segenswünsche. 

35 Jahre habe der Seniorenkreis ehrenamtlichen Dienst an und mit den Frauen der älteren Generation treu geleistet, sagte Schluckebier. Dieser Kreis habe sich der christlichen Frauenarbeit engagiert gewidmet und zur Stärkung des Zusammenwachsens der Gemeinden in der Region und zur Integration aller Generationen beigetragen. „Zudem hat der ökumenische Arbeitskreis stets seinen interkonfessionellen Horizont geöffnet und geweitet”, betonte der Pfarrer. „Den ehrenamtlich leitenden und mitarbeitenden Damen sprechen wir für den bisher geleisteten treuen Dienst Dank und Anerkennung aus”, heißt es in der Urkunde der Kirchengemeinde. 

Für die Zukunft wünscht die Kirchengemeinde „ein weiter dauerhaft gutes Gelingen und Gedeihen, darin ein segensreiches Wirken in der Zusammenarbeit mit den leitenden Gremien sowie den anderen Gruppen und Kreisen unserer Kirchengemeinde – zur Ehre Gottes, zur Erbauung unserer Gemeinde”.

Durchschnittlich 20 Frauen beider Konfessionen im Alter zwischen 64 und 92 Jahren treffen sich jeden Dienstag. Vor dem Kaffetrinken gibt es immer eine Stunde Sport wie zum Beispiel Stuhlgymnastik und Gedächtnistraining. ,,Barbara Schaake und Renate Krebs haben die Gruppe 1979 gegründet, weil sie etwas tun wollten für ältere Menschen”, sagt Sieglinde Keim, die den Seniorenkreis mit Marlen Wurst leitet. Anfangs, erzählt Sieglinde Keim, ,,waren auch Männer dabei, auf einmal sind keine mehr gekommen”. Jeder sei herzlich willkommen. (m.s.)

 

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2500 Euro für Kirchenrenovierung

Christen in Böddiger freuen sich die gute Spendenbereitschaft

Von Manfred Schaake

Böddiger. Große Freude bei der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger: Für die geplante Renovierung der Friedenskirche in Böddiger sind in den vergangenen Monaten weitere 2500 Euro gespendet worden. Damit erhöht sich die Spendensumme auf nunmehr fast 25 000 Euro. Das teilte Kirchenvorsteherin Jutta Kunz im HNA-Gespräch mit.

Beim Benefizkonzert des Gospelchors “Gospel and more” der Evangelischen Kirchengemeinde Melsungen wurden 780 Euro gespendet. Beim Konzert unter dem Motto “Nachsommerlich” mit Mechthild Seitz und Peer Schlechta spendeten die Besucher 555 Euro. Auch beim Kirmesgottesdienst im Festzelt sowie bei weiteren Gottesdiensten waren die Besucher sehr spendabel. Jutta Kunz: “Solch ein tolles Ergebnis hätten wir niemals für möglich gehalten, freuen uns aber riesig über die stolze Summe und danken von Herzen allen, die dazu beigetragen haben.”

Nicht nur Menschen aus Böddiger, sondern auch aus den Nachbargemeinden, die sich noch aus alten Zeiten mit dem Dorf und der Kirche eng verbunden fühlen, unterstützen nach den Worten von Jutta Kunz das Projekt Kirchenrenovierung. 25 000 Euro seien für ein kleines Dörfchen wie Böddiger enorm.

“Das macht deutlich, wie sehr den Menschen die Erhaltung ihrer Kirche am Herzen liegt”, sagt Jutta Kunz. Und: “Bleibt zu hoffen, dass dieses vorbildliche Engagement auch bei den zuständigen Stellen auf Anerkennung stößt und wir bei der dringend notwendigen Renovierung bald Fortschritte sehen.”

Die Christen in Böddiger warten schon lange auf die dringend notwendige Sanierung des Gotteshauses. Da aber die Finanzierung immer noch nicht gesichert ist, steht auch ein Bautermin noch nicht fest. Die Kosten werden auf knapp eine halbe Million Euro geschätzt. Aus Sicherheitsgründen mussten lange Zeit die Glocken schweigen. Seit Juni erklingt auch das Tagesgeläut wieder. Die Behörden hatten trotz schwerer Schäden das Läuten wieder genehmigt. (m.s.) 

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Alte Steine, neuer Glanz

Evangelische Kirche investiert 25 800 Euro in Sanierung baufälliger Mauern

Von Manfred Schaake

Felsberg. Es war eine Premiere in der Geschichte des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger: Das Vaterunser am Ende einer Kirchenvorstandssitzung wurde beim jüngsten Treffen nicht wie gewohnt in Pfarrhaus gebetet, sondern im Freien auf der terrassenähnlichen Fläche zwischen der Nikolaikirche und dem Pfarrhaus. Mitten in der Felsberger Altstadt ist unterhalb des ehemaligen Burgmannensitzes Bessenhof ein neues Schmuckstück entstanden. Mauern und Treppen, die vom Einsturz bedroht waren, wurden sorgfältig saniert.

Die verfallenen Treppen sind verschwunden. Neue Treppenstufen aus gelbem Wesersandstein öffnen den Weg zu dem bisher nicht erreichbaren Plateau. “Eine längst überfällige Sanierung hat endlich Gestalt angenommen und ist erfolgreich beendet worden”, sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier im HNA-Gespräch. Aus dem Sanierungs- und Sicherungsprojekt sei ein kleines Schmuckstück entstanden, betont der Pfarrer: “Das schöne Blau des nordhessischen Basalts ist wieder sichtbar.”

Die nunmehr sicher zugängliche Freifläche zwischen den Mauern eignet sich nach den Worten des Pfarrers für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Schluckebier: “Kleine Gruppen können hier tagen. Das weitet den Blick nach oben – ein Blick, der einer Kirchengemeinde immer gut tut, damit er sich nicht im Blick auf die Vordergründigkeiten verliert.”

Schluckebier ist glücklich darüber, dass es mit den Arbeiten nunmehr geklappt habe, zumal Gefahr im Verzuge gewesen sei. 25 800 Euro seien investiert worden. 22 000 Euro gab der Kirchenkreis Melsungen. 2700 Euro kommen aus dem so genannten freiwilligen Gemeindebeitrag – Spenden der Christen – und 1100 Euro aus der Rücklage der Gemeinde.

“Das ist super geworden – eine sehr gute Leistung.” So kommentierte Architekt Jürgen Bauer die Arbeit der Bausanierer und Denkmalpfleger. Die beauftragte Firma Fesch-Bau aus Waldkappel habe sich bei vielen Objekten einen Namen gemacht mit Spritzverfugung. Der eigens dafür gemischte Mörtel aus Sand, Kalk und Trasszement wurde mit 1,4 bis 1,6 bar Druck in die vorher maroden Fugen gespritzt. Die Bauausführung in Felsberg sei auch vom Bezirks-Denkmalpfleger des Landesamtes für Denkmalschutz, Professor Dr. Jürgen Zietz (Marburg), gelobt worden, sagte Bauer.

Die Mauerkronen wurden mit einer so genannten Moos-Sedum-Matte abgedeckt, wie sie auch für Dachbegrünungen verwendet wird. Die kleinen Pflanzen sollen dafür sorgen, dass kein Wasser in das Mauerwerk eindringt. Diese Moos-Sedum-Matte wurde nach Angaben Bauers schon bei vielen Baudenkmälern in der Region verwendet.

 

HINTERGRUND

Alte Gebäude abgerissen

Ein Teil der sanierten Mauern am Felsberger Pfarrhof gehörte einst zu einem Haus mit Fachwerk-Aufbau. Dieses Gebäude wurde vor Jahrzehnten abgerissen – wie auch die benachbarte Pfarrscheune und das ehemalige Gasthaus zur Krone mit Nebengebäuden. Heute wird dieser Abbruch von vielen Menschen bedauert, weil diese Gebäude das Stadtbild entscheidend prägten. Das verschwundene Haus unterhalb des Bessenhofes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Jugendheim genutzt – hier traf sich unter anderem der Christliche Verein junger Menschen (CVJM). Da sich neben dem Gebäude in Richtung Kirche einst ein kleiner Garten befand, vermutet Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier, dass es ein Küsterhaus gewesen sein könnte. Dies sei aber unbestätigt. (m.s.)

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Ihnen hat man viel zu verdanken

Diamantene Konfirmation in der Felsberger Nikolaikirche

Felsberg. 60 Jahre nach ihrer ersten Einsegnung haben 16 Felsbergerinnen und Felsberger in der Nikolaikirche die Diamantene Konfirmation gefeiert. Elf Klassenkameraden des Jahrgangs 1939/40 sind bereits verstorben. Ihrer wurde während des Gottesdienstes, des Klassentreffens auf dem Heiligenberg und auf dem Felsberger Friedhof gedacht.

"Diese Generation hat sich nun wahrlich nicht aussuchen können, wie es ihr einmal ergehen würde", sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier: "Erst Krieg, Bomben, Flucht, Vertreibung, Vaterlosigkeit, doppelter Stress der Mütter. Dann aber Coca Cola, in the mood und Wirtschaftswunder, Elvis Presley und die Tolle."

"Welch Gegensätze hat diese Generation einst in sich vereint", sagte der Pfarrer. Er sprach über den Aufbruch ins neue Deutschland, die große Integrationsleistung der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen in Westdeutschland. Dieser Generation habe man viel zu verdanken: "Und heute sind sie diamanten, geschliffene Edelsteine, hart, bestätig, vom Leben gezeichnet, aber schön."

Diese Menschen seien es uns wert und würdig, als Kirchengemeinde befeiert zu werden und den ganzen Lebensbogen zu bedenken. Denn Konfirmation heiße Befestigung, Bekräftigung und Stärkung im Glauben. So gebühre ihnen aus Johnannes 3 das Gespräch von Nikodemus und Jesus über die Wiedergeburt im Geist, und aus Psalm 103 "... und du wieder jung wirst wie ein Adler". So sei es nur folgerichtig, so Schluckebier, dass die jungen, noch grünen Konfirmanden als eine herzliche Brücke über die Generationen ihren Großeltern-Konfirmationsjubilaren die Urkunden überreichten.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Männergesangverein Liedertafel 1844 unter Leitung von Hans Joachim Krönung. Während eines Stadtrundganges besuchten die Jubilare unter anderem das Ernst-Schaake-Bad, in dem ab 1956 viele das Schwimmen gelernt haben. (m.s.)

Sogar aus der Schweiz, aus Mannheim und Wetzlar waren die Jubliare angereist.

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Partnergemeinde Dingelstädt

Im Herbst 2009 berichtete die HNA über das Engagement evangelischer Christen aus Felsberg und Böddiger

Grenzenloser Dank

Felsberger Christen halfen bis 1989 bei Kirchenrenovierung in Dingelstädt

von Manfred Schaake

FELSBERG/DINGELSTÄDT. Nach dem Segen durch Pfarrer Henning Ernst in der evangelischen Sankt-Johannes-Apostel-Kirche in Dingelstädt im Eichsfeldkreis werden die Erinnerungen wach. Erinnerungen an eine damals einmalige deutsch-deutsche Hilfsaktion über eine unmenschliche Grenze hinweg. Christen aus Felsberg und Böddiger halfen bei der Renovierung der fast baufälligen Kirche im damaligen DDR-Kreis Worbis. Vor genau 20 Jahren wurde das 124 Jahre zuvor fertiggestellte Gotteshaus zum zweiten Mal feierlich eingeweiht. Und heute sagen einige der Gottesdienstbesucher: "Wir haben den Felsbergern sehr viel zu verdanken." Die Kontakte der Christen war der Grundstein für die Städtepartnerschaft Felsberg-Dingelstädt.

Ein Männerabend war angesagt. Doch die Männer der evangelischen Kirchengemeinde machten sich keinen gemütlichen Abend. Sie räumten ihr Gotteshaus aus. Dann kamen die Handwerker. Sie hätten nicht arbeiten können, hätte es nicht diese Hilfsaktion gegeben. Christen aus Böddiger und Felsberg finanzierten nicht nur das gesamte Material. Sie brachten es - bis auf die Dachziegeln - auch noch persönlich nach Dingelstädt. Fuhre für Fuhre. Über den "Kleinen Grenzverkehr" unter strengsten Kontrollen. Aber mit dem "Segen" der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen und der DDR-Regierung in Ostberlin. 

Vor genau 20 Jahren erkannten 50 Felsberger Bürger die alte evangelische Kirche im vorwiegend katholischen Eichsfeld nicht mehr wieder. Sie strahlte in neuem Glanz, war wieder ein Schmuckstück. Die DDR-Handwerker und Restauratoren hatten mit dem Material aus dem Westen hervorragende Arbeit geleistet. Und heute sieht man, dass Putz und Farbe gut gehalten haben - von einigen Feuchtigkeitsschäden abgesehen.

"Über die Qualität des Innenputzes haben selbst unsere Ingenieure damals gestaunt", verrät ein Gottesdienstbesucher heute. Klar, dass die Dankbarkeit grenzenlos ist. 

1850 waren in Dingelstädt erstmals evangelische Christen zum Gottesdienst eingeladen worden. Schon lange, bevor mit dem Bau der Kirche im neugotischen Stil begonnen wurde, ließ der Prediger Theodor Martin Oswald Steine anfahren. Erst später stellte sich heraus, dass eine Wasserader die Fundamente ständig feucht hält. Immer mehr Schäden waren im Laufe der Jahre zu beklagen. Das Dach aus Naturschiefer war undicht. Reparieren half nichts mehr. 1986 stifteten die Felsberger ein neues Dach, angestoßen durch eine Initiative von Kurt Regenbogen. "Die echten aus Oberbayern", wie die roten Ziegeln heißen, erregten damals Aufsehen im DDR-Staat. Und heute verrät ein Christ: "Ein Dachdecker aus Leinefelde bekam den Auftrag, das Dach ganz schnell zu decken." Einmalig im  damaligen DDR-Staat. Hintergrund: "Die echten aus Oberbayern" wirkten wie eine Provokation.

Doch mit dem Dach allein war es längst nicht getan. Der Innenputz war abgefallen, die elektrischen Leitungen aus Aluminium funktionierten nicht mehr. Eine mit Leben erfüllte Partnerschaft, Wille und Beständigkeit machten die deutsch-deutsche Bausanierung möglich.

Kupferkabel wurden von Felsberg aus ebenso ins Eichsfeld gebracht wie Emulsionen für einen Spezialputz, Farben und ein Mittel, mit dem das durch Umweltschäden stark angegriffene Sandstein-Portal restauriert werden konnte. 

"Ganz herzlichen Dank." Der damalige Pfarrer Günther Reichardt wusste vor 20 Jahren, was er an den Felsbergern hat. Deren Engagement lobte er in Anwesenheit des Bürgermeisters und hoher SED-Funktionäre. Den Machthabern blies Probst Joachim Jaeger aus Nordhausen in der Predigt mutig den Marsch, so als ahne er, dass die Grenze bald fällt: "So geht es nicht weiter. Unser Staat ist krank." Jaeger lebt heute in Erfurt. Pfarrer Ernst ist sein Schwiegersohn. 

Die Felsberger Kurrende gratulierte vor 20 Jahren musikalisch. Auch der Chor der katholischen Gemeinde Sankt Gertrud gab diesem ungewöhnlichen Gottesdienst im überfüllten Gotteshaus einen besonderen Glanz. Es war ein großes ökumenisches Treffen, das den Gastgebern angesichts der damaligen Ereignisse in der DDR besonderen Rückhalt gab. Die Wende war deutlich spürbar. HINTERGRUND

  

HINTERGRUND

Kontakte seit 1980

Seit 1980 pflegten die evangelischen Kirchengemeinden Felsberg und Böddiger eine Partnerschaft mit Dingelstädt. Die kleine Stadt im Eichsfeld ist nicht weit von Mühlhausen entfernt. Vor dem Krieg bildeten Kassel und Mühlhausen einen gemeinsamen Industrie- und Handelskammerbezirk. Ende der 70er-Jahre hatte sich Felsbergs Pfarrer Friedrich Werner - ein gebürtiger Hallenser - um die Beziehungen zu einer DDR-Gemeinde bemüht. Felsberg war Genthin in Brandenburg empfohlen worden. Inzwischen galt die Regelung des "Kleinen Grenzverkehrs". Mithilfe von Verwandten, Kirchenvorstehern in Halle, fand Werner die "westlich unversorgte" Gemeinde Dingelstädt. Nach dem ersten Besuch in der damals 5600 Einwohner zählenden Stadt erkannte er: "Wir waren dort hoch willkommen."

Im Juni 1986 hatte Werner in der Felsberger Nikolaikirche beim ökumenischen Gottesdienst aus Anlass der 700. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte vor französischen, englischen und jüdischen Mitbürgern betont: "Kein Dingelstädter sitzt heute hier, sondern immer nur wir in ihrer Kirche drüben. Aber sie werden einst hier sitzen und singen und reden und beten." (m.s.)

 

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Das Verschwinden von Grabsteinen war in der Mai-Sitzung 2014 des Kirchenvorstandes der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger Thema einer Andacht und Besinnung. 

Grabsteine – zu schade für den Müll

Das letzte Andenken an unsere Verstorbenen landet auf dem Bauschutt. Unter dieses Thema möchte ich heute meine Besinnung stellen. Ich war dieser Tage Zeuge eines Vorfalls auf unserem Friedhof. Ein Vorgang, wie er häufig vorkommt. Eigentlich was ganz Normales. Und doch gewöhnungsbedürftig. Wenn die Zeit abgelaufen ist, wird eine Grabstätte beseitigt. Mir war nur nicht bewusst, wie brutal das ist. Brutal, weil ein wertvolles Stück Handarbeit zertrümmert wird. Für mich persönlich auch deshalb brutal, weil damit unwiderruflich das letzte sichtbare Andenken eines Verstorbenen verschwindet. Brutal auch, weil ein wertvolles Stück künstlerische Arbeit im Schutt landet.

Unter dem Schlag des Vorschlaghammers werden die Einfassungen zertrümmert. Daraus könnte man doch noch wunderschöne Pflastersteine machen, sage ich. Mach Dir welche, sagen die Männer. Ich frage, was aus dem schönen Granit wird und erfahre: Endstation ist die Bauschuttdeponie. Dort, wo in unserer Gegend – in Lohre oder Rhünda – wichtige Bodenschätze für den Bau abgebaut werden, enden unsere Kunst- und Kulturschätze. Als solche möchte ich die Grabsteine einmal bezeichnen.

Grabsteine dienen in den meisten Kulturen und allen großen Religionen zur oberirdischen Kennzeichnung einer Grabstelle und zum Totengedenken.

Beim Zusehen auf dem Friedhof ist es mir auch deshalb eiskalt den Rücken runtergelaufen, weil aus dem herausgerissenen Grabstein stand: “Zum Andenken an”... Es waren die Daten eines im Krieg gefallenen Felsbergers. Vielleicht ruht der auf irgendeiner der Kriegsgräberstätten, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in aller Welt angelegt hat und liebevoll pflegt. Gefallene haben dauerndes, ewiges Ruherecht. Auf unseren Friedhöfen ist das Ruherecht irgendwann zu Ende. Alles ist vergänglich. Ich aber meine, Grabsteine sind zu schade für den Müll. Zu schade dafür, geschreddert und im Straßenbau verwendet zu werden, wie das zum Beispiel in Hamburg passiert. Mit den Grabsteinen verschwindet auch ein Stück Trauerkultur. Und es verschwinden Geschichte und Geschichten, die hinter den Verstorbenen stehen.

Meine Besinnung hat einen aktuellen Bezug. Im vorigen Jahr hatte der Kirchenvorstand beim Magistrat der Stadt Felsberg beantragt, auf dem Friedhof Felsberg im Sinne einer lebendigen Dokumentation der Kulturgeschichte unsers Friedhofes künftig ein Lapidarium zu ermöglichen. Grabmieter können nach Ablauf der Grabplatz-Nutzung unmittelbar nach der Auflassung der Grabstätte ihre Grabsteine an der Mauer der Niedervorschützer Straße oder an der Heckenseite zum dauerhaften Verbleib der Gemeindeöffentlichkeit weiter sichtbar und zugänglich gesichert aufstellen. Die ohnedies anstehenden Kosten für die Grabplatzräumung oder Entsorgung könnten auf diesem Wege eine der Geschichte der Stadt zuträglichen Weise umgesetzt und gewandelt werden. Das hat unser Pfarrer treffend formuliert.

Übrigens gibt es in Felsberg auch ein positives Beispiel: Eine Familie hat einen alten Grabstein nicht weggeworfen, sondern für eine neue Grabstätte mit neuer Inschrift neu verwendet. Es geht also, das Alte zu bewahren und nicht auf den Abfall zu werfen.

Schließen möchte ich mit Sokrates: Bedenke stets, dass alles vergänglich ist, dann wirst Du im Glück nicht so friedlich und im Leid nicht so traurig sein. Und Albert Schweitzer sagte: Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.

von Manfred Schaake

 

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Verdiente Kirchenvorsteher in Felsberg ausgezeichnet

Felsberg/Böddiger. Hohe kirchliche Auszeichnung für die Felsbergerin Elfriede Linne: Sie erhielt die Maria-Magdalena-Medaille der Landeskirche von Kurhessen und Waldeck. Diese Auszeichnung wurde für besondere Verdienste neu gestiftet und von Bischof Dr. Martin Hain jetzt erstmals verliehen, sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier beim Überreichen des Ordens und der Urkunde im Gottesdienst.

"Kirche war immer meine Heimat" sagt die jetzt 75jährige Elfriede Linne. Ihr Vater fiel im Krieg, schon mit vier Jahren war sie Waise. 24 Jahre gehörte sie dem Felsberger Kirchenvorstand an, seit 18 Jahren ist sie Küsterin. Dieses Amt bekleidet sie weiter, "weil es mir große Freude bereitet". Mit der Maria-Magdalena-Medaille würdigt die Kirche nach den Worten von Pfarrer Schluckebier auch Elfriede Linnes gemeindediakonisches Engagement in der Frauenarbeit sowie ihre künstlerische Ausgestaltung des Küsterdienstes in der Nikolaikirche. Vor zehn Jahren hatte Elfriede Linne bereits das silberne Ehrenkreuz der Diakonie erhalten. 20 Jahre lang hat sie ausländische Kinder betreut.

Markus Maifarth, Martina Orth und Ina Pape erhielten die Dankmedaille der Landeskirche. Sie gehörten zwölf beziehungsweise 18 Jahre dem Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger an. In Würdigung ihres bisherigen Engagements für die Kirchengemeinde wurde Ina Pape zur Kirchenältesten ernannt.

Das bisherige Kirchenvorstandsmitglied Iris Bläsing erhielt die Dankmedaille der Landeskirche. (m.s.).

 

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Festrede am 6. Oktober 2013 in der Nikolaikirche Felsberg zum Erntedankgottesdienst und Glockenfest

 

Wie es 1987/88 zur Anschaffung der drei neuen Glocken für die Nikolaikirche Felsberg kam

Von Manfred Schaake

Liebe Gemeinde zum Erntedankfest. Ein Tag der Freude und des Dankes, auch was unsere fünf Glocken betrifft. Wir sind dankbar dafür, dass unsere ältesten Glocken aus 1513 und 1709 die schrecklichen Kriege überstanden haben. Unsere älteste Glocke wurde vor 500 Jahren von Hans Kortrock gegossen. Er war ein katholischer Glockengießer. Von ihm stammen viele Glocken in der Region, auch in Gensungen. 1520 und 1521 goss er die berühmten Harler Glocken – die größten Glocken einer Dorfkirche weit und breit.

Dankbar sind wir auch dafür, dass die größte Glocke im letzten Weltkrieg nicht eingeschmolzen worden ist. Sie gehörte zu den vielen tausend Glocken, die die Nationalsozialisten für Kriegszwecke missbrauchen wollten. Gott sei Dank blieb sie erhalten. Beherzte Felsberger fanden sie auf dem Glockenfriedhof in Hamburg und holten sie nach dem Krieg nach Felsberg zurück. Dankbar sind wir auch dafür, dass es vor 26 Jahren gelang, Spenden in Höhe von 86 000 DM zu bekommen – für drei neue Glocken.

22. Juli 1988. Ein Freitag, so heiß wie der 22. Juli des Jahres 2013. Etwa 50 Christen aus Felsberg und Böddiger fahren mit dem Bus nach Sinn im Lahn-Dill-Kreis, um den Guss der drei neuen Glocken mitzuerleben. Es ist wie bei Schiller: Von der Stirne heiß rinnen muss der Schweiß. Dazu später mehr.

Schon als Kind haben mich Glocken und der Klang der Glocken fasziniert. In Felsberg begleitete ich oft die Familie Hasper, die per Hand läutete. In Röhrenfurth war ich während der Ferien oft mit auf dem Turm, wenn geläutet wurde. Auch mit der Hand. Ich “nervte” Küster in der Umgebung Felsbergs, aber alle nahmen mich mit auf den Turm.

Eine dritte Glocke für die Nikolaikirche war immer mein Wunsch. Mein Vater erzählte mir, dass Heinz-Günther Jünemann schon in den 1960er-Jahren eine dritte Glocke spenden wollte. Was der damalige Pfarrer abgelehnt haben soll mit dem Hinweis, eine dritte Glocke passe nicht in den Glockenstuhl. Was nicht stimmt, denn heute läuten dort fünf Glocken. Heinz-Günther Jünemann war Katholik. Er entstammte einer Bäckerfamilie aus Uder bei Heiligenstadt, die in den 1950er-Jahren nach Kleinalmerode flüchtete. 1956 gründete Jünemann im Gebäude der ehemaligen EAM-Betriebsverwaltung an der Lohrer Straße die Nordhessische Haarwarenfabrik, die in guten Zeiten 200 Felsbergern – vor allem Heimarbeits-Frauen – Arbeit bot. Jünemann, der in Felsberg mehrere Reitturniere mit Stars wie Neckermann organisierte, starb im Mai 1965 bei einem Jagdunfall in Landefeld. Zu der Glockenspende ist es leider nicht gekommen.

Immer wieder sprach ich mit Pfarrer Friedrich Werner über meinen Wunsch einer dritten Glocke. Im September 1987 wurde ich in die Kirchenvorstandssitzung eingeladen. Es gab sehr viele Bedenken unter dem Motto: “Das können wir nicht finanzieren.” Ich sagte: Lasst es uns doch probieren.

Im Gespräch mit dem Glockensachverständigen der Landeskirche wurde klar, dass das vorhandene Geläut in jedem Fall bestehen bleiben soll. Im Protokoll vom 15. September 1987 heißt es unter anderem: “Wenn eine Glockenanschaffung zustande kommt, sind die Alternativen ein neues Dreiergeläut mit einer neuen großen Glocke oder ein neues Vierergeläut mit zwei kleinen Glocken.” Für Mitte September hatte sich die seit 1590 bestehende Gießerei Rincker angekündigt. Der damalige Chef Hanns-Gerd Rincker nahm sich fünf Stunden Zeit. “Herr Rincker würde sehr gern sein künstlerisches Vermögen aufwenden, um ein neues Geläut zu komponieren”, heißt es im KV-Protokoll.

Unter der Voraussetzung, dass das Vorhaben zu finanzieren sei, beschloss der KV die Anschaffung einer oder zwei Glocken. Und: Die Namen der Spender ab 1000 Mark kommen auf eine Tafel in der Glockenstube – sie hängt jetzt am Eingang – , und ab 10 000 Mark auf die Glocke. Dieser Vorschlag von Pfarrer Werner sorgte für eine lange Diskussion unter dem Motto: Zehn Mark des armen Menschen sind ebenso viel Wert 10 000 Mark des Großunternehmers. Dennoch wurde auch dies einstimmig beschlossen. Zum Erntedankfest 1987 wurde die Spendenaktion gestartet.

Das lief so gut, dass im Sommer 1988 schon 86 000 Mark zur Verfügung standen. Davon 10 000 Mark der Fröhlich Bau AG und 14 000 Mark der EAM. In der damaligen EAM-Betriebsstelle Felsberg – leider geschlossen – fand Muttertag 1988 ein Tag der offenen Tür statt. Alles kostete eine Mark. Die Frauen der EAM-Bediensteten hatten viele Kuchen gebacken. Trotz miesen Wetters betrug der Reinerlös 4000 Mark.

Als sich der KV für Rincker entschieden hatte, sagte der Chef: “Für diesen Betrag kann ich Euch drei Glocken gießen.” Es entstand ein so genannter Quart-Sext-Akkord. Hanns-Gerd Rincker selbst fertigte Inschriften und Schmuck in sehr schöner Ritztechnik an. Selig sind, die Frieden stiftet, lautet eine Inschrift. Und: Kehrt um und glaubt an das Evangelium. Und: Herr, weise mir Deinen Weg.

“Heute machen wir die Bedenkenträger mal richtig schwarz”, sagte Rincker zu mir, als wir nach dem Besuch des Glockenmuseums auf Burg Greifenstein in der Werkstatt eintrafen, in der es immer noch so aussieht wie vor 400 Jahren. Bei Rincker ist es Tradition, dass Glocken freitags zur Sterbestunde Christi gegossen werden. Und bevor die 1200 Grad heiße Lava aus Kupfer und Zinn fließt, hieß es auch für die drei Felsberger Glocken und sechs weitere für Witten-Heven: “In Gottes Namen, wir gießen.” Erst wenn die Bronze nach Tagen abgekühlt und die Lehmform zerschlagen ist, weiß man, ob der Guss gelungen ist.

Der damaliger Leiter des städtischen Bauhofes, Erich Teis, und ich holten die Glocken Mitte September 1988 bei Rincker mit dem Stadt-Unimog ab. In Niedermöllrich spannten wir eine große Plane über die drei golden glänzenden Musikinstrumente. Niemand sollte die Glocken sehen, wenn wir in Felsberg eintreffen. Auf dem Bauhof Fröhlich wurden die Glocken mit Girlanden und Blumen feierlich geschmückt. Nachmittags zogen viele Menschen von der Ederbrücke zur Kirche. Vor dem Unimog der Spielmanns- und Fanfarenzug der Eintracht, dahinter die Menschen. Der Zug stockte mehrfach, weil ihm wegen eines Großmanövers in der Altstadt schwere Panzer entgegenkamen. Nach der Begrüßung vor der Kirche wurden die Glocken noch am selben Abend auf den Turm gezogen. Glockenmonteur Fritz Weidenbach wurde von Wolfgang Heinrich und Paul Orth unterstützt. Zum Erntedankfest 1988 erklangen die neuen Glocken zum ersten Mal.

Seit Jahren wird in Felsberg liturgisch geläutet – zu unterschiedlichen Ereignissen erklingen unterschiedliche Ton-Kombinationen. Alle fünf Glocken gemeinsam erklingen nur an den hohen Feiertagen oder aus einem ganz besonderen Anlass. Wie sagte schon Friedrich Schiller: Freude dieser Stadt bedeute, Friede sei ihr erst Geläute. So dürfen wir alle dankbar sein, dass die beiden alten Glocken alle Kriege überstanden haben und die große Glocke dank des Engagements einiger Felsberger auf dem Hamburger Glockenfriedhof gefunden und zurückgeholt wurde. Selig sind, die Frieden stiften. Mögen die neuen Glocken noch viele Jahrhunderte im Frieden läuten. Und zum Segen unserer Gemeinde.

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Friedenskirche Böddiger – aktuell

Kirche auf dem Trockenen

Weitere Arbeiten in Böddiger – Risse werden beobachtet

Von Manfred Schaake

Böddiger. Bevor irgendwann einmal die Bausanierer und Denkmalpfleger in die evangelische Friedenskirche Böddiger einziehen, werden mindestens noch ein Jahr oder zwei Jahre vergehen. Zunächst einmal wird der Erdboden rund um das Gotteshaus trockengelegt. Danach wird mindestens ein Jahr lang beobachtet, wie sich diese Arbeiten auf die Risse im historischen Gemäuer auswirken. Das erklärten Pfarrer Ernst-Friedrich Schluckebier und Architekt Jürgen Bauer in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Die Sanierung der 1799 vollendeten Friedenskirche wird nach wie vor als dringend notwendig bezeichnet. Die Kosten werden auf knapp eine halbe Million geschätzt. Noch fehlt das Geld – siehe weiteren Bericht.

Namens des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger hatte Schluckebier Anfang vorigen Jahres den Dekan des Kirchenkreises Melsungen gebeten, alles zu unternehmen, dass das Bauvorhaben möglichst bald in das Förderprogramm der Landeskirche aufgenommen wird.

“Die Risse sind wirklich schlimm”, hatte Küsterin Erika Minhöfer – seit 1971 Kirchenvorsteherin – im Vorjahr gesagt. Und: “Seit zehn Jahren warten wir jetzt schon auf die Sanierung.” Hatte man im Vorjahr beklagt, dass die zum Teil daumendicken Risse zunehmen, so gibt es inzwischen Entwarnung. “Es ist keine Gefahr im Verzug, hat uns der Statiker gesagt.” So formuliert es Architekt Bauer. Und: “Die Risse kommen nicht vom Dachstuhl, obwohl auch der saniert werden muss.”

Dort, wo das Gemäuer gerissen ist, ist der Baugrund feucht. Das haben Untersuchungen ergeben. “Der Boden ist zum Teil breiig”, sagt Pfarrer Schluckebier zum Gutachten.

Das Oberflächenwasser wird künftig “ordnungsgemäß abgeführt”, wie es Bauer formuliert. Rund um die Kirche wird eine 60 Zentimeter breite Rinne aus Sandsteinen gepflastert. So wird das Wasser gesammelt und die Leitung zusammen mit den Dachrinnen-Abflüssen ans Kanalnetz angeschlossen. Die Arbeiten hat der Kirchenvorstand an ein heimisches Unternehmen vergeben, das das günstigste Angebot vorgelegt hatte.

Die Risse – über Monitore beobachtet - haben sich im Laufe des zurückliegenden Jahres laut Bauer nur minimal verändert. Nach Abschluss der Trockenlegungs-Arbeiten hofft man, dass die Risse endgültig zur Ruhe kommen. Ist das der Fall, kann das endgültige Sanierungskonzept erarbeitet werden. Die Notsicherung aus Holzbaken auf der Altarseite bleibt.

Aus Sicherheitsgründen wird weiterhin “vorsichtig geläutet”, wie der Pfarrer sagt: nur samstags, sonntags und bei Beerdigungen. Wann das dreistimmige Festgeläut zum Abschluss der Sanierung einmal erklingen wird, ist völlig offen. Dass sich der Baubeginn für das große Vorhaben nun ein bis zwei Jahre hinauszögert, liegt nach den Worten des Pfarrers daran, “dass mehr Diagnostik nötig war, als man gedacht hatte.”

 

 

Spendenentwicklung

Schon über 20 000 Euro gespendet

Für die Sanierung der Kirche in Böddiger ist auch ein Teil des so genannten freiwilligen Gemeindebeitrages bestimmt, den die evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger Jahr für Jahr erbittet. Alles in allem sind es für das Projekt Böddiger mehr als 20 000 Euro. “Dafür sagen wir allen Spendern ein herzliches Dankeschön”, sagt Kirchenvorsteherin Jutta Kunz. Die hohe Spendenbereitschaft beweise, wie sehr sich die Menschen mit ihrer Kirche im Dorf verbunden fühlen. Beim Weihnachtsmarkt rund um die Kirche, bei Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten, Dorffesten, aber auch bei Trauerfällen und der Aktion “Orgelpfeife Böddiger” oder “einfach so” sei viel für die Kirchenrenovierung gespendet worden. Auch von Menschen, die nicht in Böddiger leben.

“Für klar überschaubare Projekte ist die Spendenwilligkeit da”, sagt Pfarrer Ernst-Friedrich Schluckebier. Kamen aus dem freiwilligen Gemeindebeitrag in Felsberg und Böddiger im Jahr 2010 über 4450 Euro zusammen, so waren es 2011 “nur” 3110 Euro, im Vorjahr aber 7530 Euro für die Kirche Böddiger sowie den Flügelaltar und die Fenster in der Nikolaikirche in Felsberg. Mit dieser erfreulichen Summe liege Felsberg an zweiter Stelle im Kirchenkreis hinter Melsungen und vor Heinebach, freut sich der Pfarrer.

Für dieses Jahr erbittet Schluckebier der freiwilligen Gemeindebeitrag erneut für “die langfristig notwendige Sanierung” der Kirche Böddiger und eine Außen-Schutzverglasung für die erneuerten Buntglasfenster in der Nikolaikirche Felsberg.

Darüber hinaus habe die Erfahrung gezeigt, dass über das Jahr plötzlich und unerwartet Schäden an den Kirchen und am Gemeindehaus auftreten, die dringend behoben werden müssen, für die aber kein Geld eingeplant werden konnte. Schluckebier: “Hier sind wir auf eine flexible Regulierung angewiesen.” (m.s.)

Evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger, Konto Nummer 2 122 103 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft, Bankleitzahl 520 604 10.

 

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Film- und Tonaufnahmen in der Kirche

Der Vorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger hat in seiner Sitzung vom 15.01.2014 beschlossen:

Das Filmen und Fotografieren im Gottesdienst ist verboten, ebenso sind Tonaufnahmen von Wort und Klang untersagt.

Im Anschluss an gottesdientliche Amtshandlungen wie Taufen und Trauungen, etc. können Aufnahmen in der Kirche nach Absprache mit dem Pfarrer für ausschließlich private Zwecke gemacht werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn ich einmal reich wär...

Gottesdienstliche Matinee in der Friedenskirche Böddiger – Gelungene Premiere

Von Manfred Schaake

Böddiger. Life is a cabaret – Facetten des Lebens in Liedern, die begleiten. Unter diesem Motto stand ein konzertanter Gottesdienst am Sonntag in der Friedenskirche in Böddiger. Gesang, Trompeten- und Klavierklänge nach dem Glockengeläut - es war eine gelungene Premiere. Mehrfach gab es viel Beifall für Dörte Gassauer am Klavier und Eckhard Pflüger (Gesang und Trompete).

Der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger hatte beschlossen, diesen konzertanten Gottesdienst zu veranstalten, der von der üblichen Ordnung der Landeskirche deutlich abweicht. Es war eine nachdenkliche, kritische, auch sentimentale Mischung von weltlichen Liedern und geistlichen Texten.

“Wir freuen uns, dass wir das Projekt auf den Weg bringen konnten”, sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier zu der Matinee zum Thema der Vergänglichkeit und des Daseins – passend zum Ende des Kirchenjahres. “Wir gestalten Lieder, die alle was mit Karin zu tun haben”, sagte Eckhard Pflüger in Erinnerung an seine Frau Karin Brandau. Sie war im April dieses Jahres im Alter von 59 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Sie war die beliebte Leiterin der Heiligenbergschule Gensungen und Tochter des früheren Rektors Georg Brandau, Leiter der heutigen Drei-Burgen-Schule in Felsberg.

Eckhard Pflüger und Dörte Gassauer spannten einen großen musikalischen Bogen von Melodien aus Musicals bis zur Ballade von Goethe – von “As time goes by” über “Wenn ich einmal reich wär” bis hin zu “ what a wunderful world”. Pfarrer Schluckebier sprach von einem Bilder- und Spannungsbogen: “Die Klänge habe es in sich, das fordert uns heraus.”

Trotz aller Schicksalsschläge sollte man sich den positiven Blick aufs Leben bewahren, sagte Eckhard Pflüger. Das war auch ein Ausdruck seiner Freude über die kürzlich geborenen Enkelkinder Carlotta und Noah. “ Dazu passte auch der Kanon “Er hält die ganze Welt, das winzig kleine Baby, die Sonne und den Mond in seiner Hand”.

"Es war eine wunderschöne Premiere", meinten am Ende übereinstimmend die Böddiger Kirchenvorsteherinnen Jutta Kunz, Hannelore Träbing und Marga Bartholmai. Nach der althessischen Natural-Besoldung überreichte der Pfarrer den Musikern Ahle Wurscht und Böddiger Berg, "damit die Stimme immer schön geölt bleibt".

 

 

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Lektor Norbert Martin seit 35 Jahren ehrenamtlich auf der Kanzel


Das Thema

Norbert Martin (62) aus Felsberg gehört zu den dienstältesten Lektoren in den Kirchenkreisen Melsungen und Fritzlar-Homberg. Seit 35 Jahren verkündet er ehrenamtlich Gottes Wort. Ostern wurde sein Ehrenamt in Gottesdiensten in Felsberg und Böddiger gewürdigt.

Von Manfred Schaake

Felsberg. Nach 35 Jahren Ehrenamt im Dienst der evangelischen Kirche fällt die Bilanz von Norbert Martin positiv aus. „Die Verkündung von Gottes Wort sind Dreh- und Angelpunkt für meinen Dienst”, sagt der 62-jährige Verwaltungsangestellte der Landwirtschaftlichen Krankenkasse. In 35 Jahren hat Martin als Lektor – siehe Stichwort – 1750  Gottesdienste gehalten. Nicht nur in seiner heimischen Nikolaikirche in Felsberg, sondern auch in Böddiger, in Ober- und Niederbeisheim, Rengshausen, Niedermöllrich, Lohre, Niedervorschütz, Brunslar, Wolfershausen und Deute, in Lendorf und Singlis, Harle, Rhünda, Hesserode, Unshausen, Hebel, Gensungen, Beuern, Heßlar, Melgershausen, Ostheim, Mosheim, Sipperhausen und im Seniorenheim Sankt Valentin in Felsberg.

Als Vertreter des Pfarrers und der Pfarrerin sind Lektoren unentbehrlich. Und Martin hat oft genug erlebt, dass er – im Notfall immer erreichbar – auch zusätzlich einspringen musste. Weil der Pfarrer plötzlich erkrankte oder gestürzt war.

Norbert Martin, verheiratet und Vater einer Tochter, kommt in den 35 Jahren auf 5250 Stunden Ehrenamt. Und selbst wenn sonntags nur zwei Bürger und ein Konfirmand kommen, fällt der Gottesdienst nicht aus. In diesem Fall gab es Gottes Segen zu viert. Waren es weniger als zehn Besucher, hat man sich auf Stühle rund um den Altar gesetzt. In solch einem Fall, sagt Martin, fühlt man sich erst einmal verlassen, „dann aber fühlt man sich wie in einer kleinen Gruppe, einer Gemeinschaft”.

Anfangs sei man über schlechte Besucherzahlen frustriert, gibt Martin zu, „aber es hilft ja nichts, niemand wird nach Hause geschickt. Den Kopf in den Sand stecken wegen geringer Besucher – das gibt es nicht”.

Angefangen hat alles unter Pfarrer Karl-Werner Brauer, der von 1969 bis 1974 Seelsorger in Felsberg war. Martin wohnte in der alten Oberförsterei neben dem Pfarrhaus, und Brauer bat ihn, den Buß- und Bettagsgottesdienst mitzugestalten. Martin übernahm die Lesung und die Liturgie. Dann ruhte alles. Als die Landeskirche später Lektoren suchte, bewarb er sich. Dauerte die Ausbildung damals vier Wochen, ist es heute ein Jahr.

Beim ersten Gottesdienst in Felsberg hatte er Lampenfieber, „aber das gibt sich dann”. Heute ist er zufrieden: „Ich habe vielen Menschen etwas mitgegeben für den Lebensweg. Die Menschen sind sehr dankbar und fragen, wann kommen Sie wieder?” Und auch sehr gut besuchte Gottesdienste – wie beispielsweise Weihnachten - sind für Martin Motivation genug, weiterzumachen. Im April wird er 63 und tritt in den Ruhestand. Dann hat er noch mehr Zeit für die Hobbys Garten, Seelsorge und Singen bei der Liedertafel 1844, der er mehr als 40 Jahre treu ist. Seit 1983 gehört Martin dem Felsberger Kirchenvorstand an. WEITERE BERICHTE

 

Keine Zeit für das Geläut – Küsterin muss die Kartoffeln aufsetzen

Es gab Sonntage, da musste sich Norbert Martin nicht nur um den Gottesdienst, sondern auch noch um das Drumherum kümmern. Einmal sagte die Küsterin zu ihm, er müsse das elektrisch gesteuerte Glockengeläut abschalten. Sie müsse jetzt nach Hause und die Kartoffeln aufsetzen. Aber auch als Türöffner musste sich Martin betätigen. Als er zum Gottesdienst kam, warteten zwölf Christen vor der verschlossenen Tür. Der Küster hatte die Uhrzeit vergessen, und Martin musste bei einem Kirchenvorsteher erst den Schlüssel besorgen... (m.s.)

 

Stichwort Lektor

Lektor kommt aus dem Lateinischen Lector – Leser oder Vorleser. Auf die evangelische Kirche bezogen ist ein Lektor laut Wikipedia ein „Laie mit theologischer Grundbefähigung, der an der öffentlichen Wortverkündung beteiligt ist”. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck gibt es nach Angaben des Landeskirchenamtes derzeit 813 Lektorinnen und Lektoren. Der Dienstälteste ist jetzt 81 Jahre alt und seit 1973 im Dienst. (m.s.)

 

Lob und Dank in zwei Gottesdiensten

Das ehrenamtliche Engagement von Lektor Norbert Martin ist am Ostersonntag in zwei Abendmahls-Gottesdiensten gewürdigt worden - in der Friedenskirche in Böddiger und in der Nikolaikirche in Felsberg. Namens des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger überreichte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier die Urkunde. Darin wird Martin für die Treue im Amt der Verkündung des Wortes Gottes Dank und hohe Anerkennung ausgesprochen. Weiter heißt es: „Wir verbinden diesen Dank und diese Anerkennung mit dem freundlichen Wunsch, dass Sie auch weiterhin nach Kräften das gottesdienstliche Geschehen in unseren Gemeinden mit Ihrem Wirken begleiten und tragen. Wir bitten Gott, er möge Sie in der Ausübung Ihres Amtes segnen und Ihnen darin Liebe, Treue und Freude verleihen.”

Pfarrer Schluckebier sprach von einem freudigen Anlass und dankte auch Martins Frau und Tochter für deren Verständnis und Unterstützung.

„Dass Du hoffentlich noch viele Jahre weitermachst und unterstützt” – das wünschte die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Edith Kranz. Sie schenkte dem Hobbygärtner eine Rhododendron-Pflanze. Martin wünschte sich, Gott möge ihm weiterhin die nötige Kraft für das Ehrenamt schenken. (m.s.)

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Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit

Christen gedachten der Opfer der Edersee-Flutkatastrophe

Von Manfred Schaake

Felsberg. Ein Tag der Erinnerung und der Mahnung zum Frieden: Im Pfingstgottesdienst gedachte die Evangelische Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger unter Glockengeläut der Opfer der Eder-Flutkatastrophe vom 17. Mai 1943 und aller Opfer von Krieg und Gewalt. An Jahrestagen lasse man sich erinnern, um aus dem Gestern des Schreckens ein Morgen der Hoffnung zu entwerfen und zu bauen, sagte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier. Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit – dafür hätten die Piloten der Royal Air Force (RAF) gekämpft: “Haben sich selbst gewagt, den Krieg durch massives Bombardieren zu verkürzen. Der Pfarrer sprach vom Bild “Schrecken ohne Ende” gegen “Ende mit Schrecken”. Von den 19 Flugzeugen, die die Möhne-, Eder- und Sorpetalsperre bombardierten, kehrten nur neun zurück.

Der Gottesdienst wolle einen Blick auf die andere Seite werfen. Schluckebier: “Der eigenen Opfer wird gedacht. Aber Krieg heißt immer Töten und getötet werden. Opfer sind Täter, Täter werden zu Opfern.” So sei es geboten, aus dem Blickwinkel des christlichen Glaubens, der ja keine Grenzen und Fronten kenne, beider Seiten, auch “der Soldaten/Täter der britischen RAF zu gedenken – auch sie waren in hohem Maße zu Opfern geworden”.  Im Bomberkommando seien 55 000 RAF-Besatzungsmitglieder getötet worden.

Pfarrer Schluckebier sprach von einem Nachspiel, “doppelt peinlich wie bitter”: Nach der Bombardierung Dresdens zwei Jahre nach den Bomben auf der Edersee-Staumauer habe sich Premierminister Churchill von seinem Oberkommandierenden der RAF distanziert. Dieser sei in Ungnade für das gefallen, “was Churchill ihm erst drei Jahre zuvor extra befohlen hatte”. Spät erkenne die Königin, dem ehemaligen Oberkommandierenden ein umstrittenes Denkmal zu stiften: “Wenn überhaupt, zu spät.”

Das Doppelkreuz der Frauenkirche zu Dresden sei aus der Hand einiger weniger des ehemaligen Bomberkommandos gestiftet. Schluckebier: “So bleibt die gedeutete und besonnen bewertete Erinnerung die entscheidende Tür zu Frieden und Versöhnung, weil sie Umkehr (=Buße) und Neuanfang möglich macht, ja schenkt”. Und dieses Werk von Buße, Umkehr, Versöhnung, Neuanfang und Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit stamme aus der Quelle des christlichen Glaubens.

Während des Gedenkens läutete die größte Glocke des fünfstimmigen Felsberger Geläuts. Diese Glocke musste während des letzten Weltkrieges auf Befehl der Naziherrschaft abgegeben werden. Zum Glück wurde sie nicht eingeschmolzen. Felsberger suchten und fanden sie auf dem Glockenfriedhof in Hamburg und holten sie nach Felsberg zurück.

 

Zitat

"Die Verkündung von Gottes Wort ist Dreh- und Angelpunkt für meinen Dienst." Norbert Martin.

 

Norbert Martin - ein Engel Gottes

Felsberger Lektor mit der Elisabeth-Medaille der Landeskirche ausgezeichnet

Das Thema

Norbert Martin (63) aus Felsberg gehört zu den Dienstältesten Lektoren in den Kirchenkreisen Melsungen und Fritzlar-Homberg. Für seinen über 35jährigen Dienst wurde er mit der Elisabethmedaille der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ausgezeichnet.

Von Manfred Schaake

Felsberg. 1780 Gottesdienste und 5350 Stunden Ehrenamt - seit mehr als 35 Jahren verkündet Norbert Martin aus Felsberg als Lektor ehrenamtlich das Wort Gottes. Für diesen Dienst in den Kirchenkreisen Fritzlar-Homberg und Melsungen sowie seine langjährige Mitgliedschaft in der Kreissynode und im Finanzausschuss des Kirchenkreises ist er jetzt mit der Elisabethmedaille ausgezeichnet worden. Sie ist nach Elisabeth von Thüringen benannt, wird vom Bischof verliehen und ist die höchste Auszeichnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.  Medaille und Urkunde überreichte der Dekan des Kirchenkreises Melsungen, Norbert Mecke, in einem Festgottesdienst in der Nikolaikirche Felsberg auch im Namen der Fritzlar-Homberger Dekanin Sabine Tümmler.

Lektoren sind als Vertreter des Pfarrers und der Pfarrerin unentbehrlich. Oft genug hat Norbert Martin erlebt, dass er - im Notfall immer erreichbar - auch zusätzlich einspringen musste. Weil der Pfarrer plötzlich erkrankte.

Und selbst wenn nur zwei Bürger und ein Konfirmand kamen, fiel der Gottesdienst nicht aus. Und wenn es mal weniger als zehn Besucher waren, setzte man sich rund um den Altar zum Gottesdienst zusammen.

"Wenn ich den Menschen im Gottesdienst etwas mit auf den Weg geben kann, was ihnen Hilfe und Halt ist, dann bin ich froh und dankbar für das, was ich tun kann", sagt Martin, verheiratet und Vater einer Tochter. Und das ist für den ehemaligen Verwaltungsangestellten der Landwirtschaftlichen Krankenkasse Motivation, auch im Ruhestand weiterzumachen im Ehrenamt: "Der Lektorendienst macht mir Freude. Er ist eine Bereicherung für mich selbst - Gott schenke mir weiterhin die nötige Kraft dazu."

Als treues Wirken und ein Leben für die Kirche würdigte Pfarrer Ernst Friedrich Schluckebier Martins Engagement. Dekan Mecke stellte seine Predigt unter das Wort "Von Engeln und Boten". Er sprach über die Hilfsbereiten an unserer Seite, "die uns mit ihren Worten und Vorbild die Tür zum Glauben aufgestoßen haben oder aufstoßen, die vielleicht von sich aus am wenigsten denken, dass sie Engel, Boten Gottes sein können". Norbert Martin sei ein Engel Gottes. "Der fliegt und fliegt treu seit über 35 Jahren als Lektor von Einsatz zu Einsatz", sagte Mecke, "gar nicht so leicht, ihn mal auszubremsen und festzuhalten, um Danke zu sagen für guten und verlässlichen Botendienst".

"Die Verkündigung von Gottes Wort ist Dreh- und Angelpunkt für meinen Dienst." Dieses Zitat Martins wollte der Dekan gern verändert wissen: "Vielleicht müsste man präziser vom Dreh- und Engelpunkt sprechen". Martin habe als Engel gute Arbeit geleistet.

HINTERGRUND

Lektor - Laie mit theologischer Befähigung

Lektor kommt aus dem Lateinischen Lector - Leser oder Vorleser. Auf die evangelische Kirche bezogen ist ein Lektor laut Wikipedia ein "Laie mit theologischer Grundbefähigung, die an der öffentlichen Wortverkündung beteiligt ist". Anfang dieses Jahres gab es nach Angaben des Landeskirchenamtes in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck 813 Lektorinnen und Lektoren. Der Dienstälteste ist 81 Jahre alt und seit 1973 im Dienst. (m.s.)

Das sagt der Geehrte

Reformator Martin Luther, dessen 500 Jahre Reformation nächstes Jahr groß gefeiert werden soll, habe die Kirche von ihrer Pfarrerzentrierung lösen wollen, indem er ein Priestertum aller Gläubigen propagierte, sagte Lektor Norbert Martin. Priestertum aller Gläubigen heiße für ihn auch, dass der Gottesdienst nicht nur unter der Leitung von Pfarrern gefeiert werde, sondern dass andere Menschen die Verkündung übernehmen: "Somit gehen sie und mit ihnen die Gemeinden einen Schritt auf dieses Ideal der Reformationszeit zu." (m.s.)

Das sagt der Kirchenvorstand

"Norbert Martin ist ein Vorbild im Ehrenamt. Wir alle sind stolz, und auch Du darfst stolz sein auf die höchste Auszeichnung unserer Landeskirche." Das sagte namens des Kirchenvorstandes der Evangelischen Kirchengemeinde Felsberg und Böddiger Kirchenvorsteher Manfred Schaake. Solch ein ehrenamtliches Engagement sei heute nicht mehr selbstverständlich. Ein bewegtes, belebendes und interessantes Leben als Lektor - so beschrieb Schaake die Arbeit Martins und wünschte: "Möge es jetzt, in Deinem wohlverdienten Ruhestand vom Beruf, noch lange anhalten unter dem Motto, das im Bericht der HNA einmal zitiert war: "Die Verkündung von Gottes Wort sind Dreh- und Angelpunkt für meinen Dienst. Zufrieden hast Du einmal festgestellt: Ich habe vielen Menschen etwas mitgegeben für den Lebensweg. Die Menschen sind sehr dankbar und fragen, wann kommen Sie wieder? In diesem Sinne nochmals Danke und alles Gute!"

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